Hintergründe zum Bauablauf der Anklamer Straße

Die Anklamer Straße wird bis voraussichtlich Ende November ab der Kreuzung Rudolf-Breitscheid-Straße/Brinkstraße bis zur Einmündung der Johann-Stelling-Straße voll gesperrt.
Geschäftsführer der Stadtwerke, Thomas Prauße: „Durch den Einsatz einer innovativen Inlinertechnik wollten wir bei der notwendigen Sanierung der Haupttrinkwasserleitung eine Vollsperrung vermeiden. Leider ist uns das jetzt nicht mehr möglich. Die Trinkwasserversorgung von Bereichen der Innenstadt steht derzeit auf einem Bein und muss vor dem Winter zwingend sichergestellt werden.“

Foto: Ausgebautes Gußrohr mit defekten Liner
Seit Mitte Juli arbeitet die Firma Diringer & Scheidel im Auftrag der Stadtwerke Greifswald an der Sanierung der Trinkwasser-Hauptversorgungsleitung in der Anklamer Straße. Die Vollsperrung dieser  Greifswalder Hauptverkehrsader sollte vermieden werden, um die Belastungen der Bevölkerung durch die Baumaßnahme möglichst gering zu halten. Deshalb setzten die Stadtwerke auf die innovative Technologie der Leitungssanierung durch das Inlinerverfahren.
Bei dieser Art von Sanierung wird ein Gewebeschlauch, ein sogenannter Liner, in die vorab sorgfältig gereinigte aber schadhafte Leitung eingezogen. Der mit einem Reaktions-Kunstharz getränkte Liner wird über eine Baugrube durch das zu sanierende Rohr mit Druckluft getrieben und an die Wandung des Rohrs gepresst. Durch Aushärtung des Harzes mit Warmwasser oder Dampf entsteht ein statisch selbsttragendes Rohrsystem, das auf den Innendruck der Leitung ausgelegt ist.

Foto: Der Liner wird vorbereitet zum Einziehen in die alte Leitung
Infolge widerholt aufgetretener gravierender Ausführungsmängel durch die bauausführende Firma wurde jetzt in einem bereits sanierten Teilstück ein irreparabler Defekt festgestellt. Somit ist der Inliner nicht nutzbar und es bleibt nur die konventionelle Schadensbeseitigung in offener Bauweise.
Darum sehen sich die Stadtwerke nun gezwungen, die alte Graugußleitung in offener Bauweise durch eine neue PE-Leitung auszutauschen. Die Trinkwasserversorgung soll während der gesamten Baumaßnahme nicht unterbrochen werden. Vereinzelt kann es zu einer Trübung des Trinkwassers kommen. 

Foto: Die ersten Meter der bereits komplett augetauschten Leitung mit Abgängen in die Seitenstraßen (Rudolf-Breitscheid-Straße und Brinkstraße).



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