Radioaktivität im Trinkwasser

In unseren Wasserwerken wird der Richtwert der Trinkwasserverordnung von 0,1 mSv/a deutlich unterschritten.
Schon heute soll Trinkwasser gemäß Trinkwasserverordnung eine Gesamtrichtdosis von 0,1 mSv/a (Millisievert pro Jahr) nicht überschreiten. Eine verbindliche EU-Richtlinie gibt es jedoch noch nicht. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat deshalb in den vergangenen Jahren im Auftrag des Bundesumweltministeriums bundesweit Trinkwasser auf seine Strahlung untersucht, um eine wissenschaftlich begründete und praktikable Überwachungsstrategie zur nationalen Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie zu entwickeln.
Radioaktivität ist überall, aber regional sehr unterschiedlich
Radioaktivität natürlicher Herkunft ist weltweit allgegenwärtig, wenn auch regional in sehr unterschiedlicher Verteilung. Die Unterschiede sind abhängig vom Radionuklidgehalt des Gesteins einer Region. Besonders in granitisch geprägten Gebieten, wie z. B. im Erzgebirge, Vogtland, Fichtelgebirge, Bayerischen Wald und Schwarzwald, ist mit höheren Radioaktivitätswerten zu rechnen als z.B. in Greifswald.
Richtwert für Trinkwasser
Um die Strahlenexposition für den Menschen durch die Aufnahme von Trinkwasser zu begrenzen, empfahl die WHO einen Richtwert von 0,1 mSv/a einzuführen. Dieser Richtwert ist so gewählt worden, dass Wasser für den menschlichen Gebrauch ein Leben lang unbedenklich verwendet werden kann und bietet daher ein hohes Gesundheitsschutzniveau. Die EU-Trinkwasserrichtlinie setzte diese Empfehlung 1998 in Form des gesundheitsrelevanten Indikatorparameters „Gesamtrichtdosis“ um. In Deutschland ist diese Gesamtrichtdosis in der Trinkwasserverordnung von 2001 verankert und seit dem 1. Dezember 2003 verbindlich.
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Stadtwerke Greifswald
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