Warum unterscheiden sich die Fernwärme-Preise in verschiedenen Regionen voneinander?

Mit Fernwärme beheizte Wohnungen bieten einen hohen Komfort, umweltfreundliche Wärme und konkurrenzfähige Preise. Doch es gibt Preisunterschiede – nur wie kommen diese zu Stande? 

Die Preise für Fernwärme verschiedener Regionen sind nur bedingt miteinander vergleichbar. Um sie überhaupt gegenüberstellen zu können, muss ein sogenannter Mischpreis für verschiedene Abnahmefälle gebildet werden. Regional können diese jedoch stark voneinander abweichen, da je nach Anlagentyp unterschiedliche Brennstoffe mit entsprechenden Kosten zum Einsatz kommen. Speziell in den neuen Bundesländern mit zahlreichen Neuanlagen auf Erdgasbasis kommen die Schwankungen der Energiepreise stärker zum Tragen. Diese können dann sehr stark von Anlagen mit anderen Brennstoffen (z.B. Kohle) abweichen. Verbraucher deren Fernwärme vorrangig aus Gas hergestellt wird, spüren die ständig steigenden Preise für Gas und Öl stärker, als Verbraucher deren Fernwärme beispielsweise aus Kohle produziert wird.

Des Weiteren muss bei Neuanlagen bzw. relativ jungen Anlagen berücksichtigt werden, dass die Preise dieser schwerer zu kalkulieren sind, als die von älteren, bereits abgeschriebenen Anlagen.
 

Sollen also Fernwärmepreise verglichen werden, so müssen dabei folgende Grundregeln beachtet werden:
  • gleiche Erzeugerstrukturen (Heizkraftwerk mit Heizkraftwerk)
  • gleicher Brennstoffmix in der Erzeugeranlage (Gas mit Gas, Kohle mit Kohle)
  • gleicher Gesamtanschlusswert im Versorgungsgebiet
  • vergleichbare Abnahmefälle (Haushaltskunde, Industriekunde)
  • Betrachtung des Zeitraumes (nicht nur Stichtage)

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