Wie effektiv sind die Greifswalder Kraftwerke?

Wie viel CO₂ wird durch die Kraft-Wärme-Kopplung gegenüber einer getrennten Wärme- und Stromerzeugung eingespart?

Kraft-Wärme-Kopplung ist die effizienteste Technologie zur Umwandlung von Primärenergie in Strom und Wärme. Sie verfügt über ein hohes, zudem zügig erschließbares Potenzial zur Energieeinsparung und damit auch zum Klimaschutz.

Als Brennstoff wird in den Kraftwerken der Stadtwerke Greifswald zu 99% das umweltschonende Erdgas eingesetzt.

Zum Vergleich Emissionsfaktoren ausgewählter Brennstoffe:

Erdgas H Russland    198 kg CO2/MWh
Heizöl leicht 266,4 kg CO2/ MWh
Rohbraunkohle Lausitz 406,8 kg CO2/MWh
Vollwertkohle (Steinkohle)    342 kg CO2/MWh
Der Jahresnutzungsgrad der Greifswalder KWK-Anlagen liegt über 80 %. Bei einem Kondensationskraftwerk mit dem Brennstoff Steinkohle beträgt der Nutzungsgrad max. 45 %.

Die Minderung der CO₂-Emission durch  den Betrieb der Greifswalder KWK-Anlagen gegenüber einer getrennten Erzeugung beträgt ca. 60.000 t pro Jahr. Die Brennstoffverbrauch bei KWK-Betrieb fällt gegenüber der getrennten Erzeugung um ca. 17 % geringer aus.
Die eingesparte CO-Menge von ca. 60.000 t/Jahr entspricht in etwa folgenden Größenordnungen:
  • einem CO₂-Ausstoß von ca. 30.000 PKW mit einer Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr (entspricht ca. den zugelassenen Fahrzeugen in Greifswald)
oder:
  • einem CO₂-Ausstoß von ca. 15.000 Einzelfeuerstätten mit Erdgas (Einfamilienhäuser) pro Jahr.

Durch den hohen Anteil an Fernwärme und Kraft-Wärme-Kopplung in Greifswald wird somit ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele Deutschlands geleistet. In den durch die EU und die Bundesregierung beschlossenen Klima- und Energiezielen kommt der Kraft-Wärme-Kopplung mit den Nah- und Fernwärmesystemen grundsätzlich eine zentrale Position zu.

Stadtwerke Greifswald
Gützkower Landstraße 19–21, 17489 Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern
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