Greifswald wird „grüner“
56 Prozent des von den Stadtwerken Greifswald verkauften Stroms stammte im Jahr 2017 aus erneuerbaren Energien.Unter anderem aus dem Windpark Dauer in der Uckermark, an dem die Stadtwerke Greifswald beteiligt sind. Das geht aus der aktuellen Stromkennzeichnung hervor, wo die Zusammensetzung und die Umweltauswirkungen des gesamten verkauften Stroms veröffentlicht werden. Damit liegen die Stadtwerke Greifswald schon jetzt deutlich über dem von der Bundesregierung gesetzten Ziel von 35 % erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020.

Mehr Windkraft und Potovoltaikanlagen
Greifswald wird grüner auch mit klimafreundlichen Strom. Die Umstellung der Stromversorgung aus konventioneller Erzeugung hin zu klimafreundlich erzeugten Strom ist der Kern der Energiewende. Dennoch stehen Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit der Stromversorgung im Vordergrund. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Stadtwerke Greifswald den Ökostromanteil um über 7 % steigern können. Dieser Anstieg erfolgte durch eine gesamtdeutsche Zunahme von Windkraft und Photovoltaikanlagen. Durch den Anstieg der grünen Energie in der Stromlieferung der Stadtwerke konnte die CO2-Bilanz um 8 % zum Vorjahr verbessert werden. Fallen bundesweit 435 Gramm CO2 für eine verbrauchte Kilowattstunde an, so sind es bei den Stadtwerken Greifswald nur 308 g/kWh.
GREIFENstrom Lokal
Neben dem Ökostromanteil ist besonders lokal erzeugt Strom in der Kraftwärmekopplung wichtig. Seit 2015 können die Greifswalder sich für unseren GREIFENstrom Lokal entscheiden. Der wird in unserem Heizkraftwerk mittels klimafreundlicher Kraftwärmekopplung erzeugt und auch direkt ins Greifswalder Netz eingespeist. Bisher haben sich 1.600 Kunden für diese lokale Art der Stromversorgung entschieden. Als Brennstoff nutzt das Greifswalder Heizkraftwerk Erdgas.
Photovoltaikanlagen der Stadtwerke

  • PV-Anlage am Heizkraftwerk Helmshäger Berg, seit 2009 als Freiflächenanlage auf dem Grundstück des Heizkraftwerkes der FWG in Betrieb (99,9 Kilowatt Spitzenleistung)
  • Dritte PV-Anlage Tolstoistraße 1–4,  seit Mitte 2010 in Betrieb (59,4 Kilowatt Spitzenleistung)
  • PV-Anlage Gedser Ring 12–16, seit Frühjahr 2011 in Betrieb (53,59 Kilowatt Spitzenleistung)
  • PV-Anlage Riemser Weg 2–4, seit Frühjahr 2011 in Betrieb (Hervorgegangen aus dem studentischen Projekt Uni Solar, einer engagierten Initiative zum Klimaschutz, die bei der finanziellen Abwicklung von der Sparkasse Vorpommern und in technischen Fragen von den Stadtwerken – welche auch die Wartung der Anlage für größtmögliche solare Energiegewinne sicherstellen – unterstützt wird.)
Beteiligungen an Windkraftanlagen
Bereits 2010 wurde eine Beteiligung am Windfeld Uckermark – nordöstlich von Prenzlau gelegen – der Enertrag AG realisiert. Im Juli 2011 kam ein weiterer Windpark (Nechlin II), bestehend aus zwei Windkraftanlagen des Branchenführers Enercon, dazu; Beteiligungspartner ist auch hier die Enertrag AG. Die Anlagen verfügen über eine Nabenhöhe von jeweils 138 Metern und einen Rotordurchmesser von 82 Metern. Es ist leider schwierig, entsprechende Windvorrangflächen zu bekommen, um weitere Windkraftanlagen in der näheren Umgebung der Hansestadt zu errichten. Die Stadtwerke erwarten eine jährliche „Ernte“ von 14,3 Millionen Kilowattstunden aus der Windenergie, was 7,2% des Greifswalder Stromverbrauchs entspricht.

Stadtwerke Greifswald
Gützkower Landstraße 19–21, 17489 Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern
Telefon: 0800 53-21150