Geschäftsbericht 2020
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DASEINSVORSORGE SICHERT LEBENSQUALITÄT

Wir bieten den Menschen in Greifswald und in der Region eine gute Daseinsvorsorge und stärken den Wirtschaftsstandort Vorpommern. Unseren Kunden – überwiegend aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald – liefern wir selbstverständlich jeden Tag Energie, Wärme und frisches Trinkwasser. Dabei gehören wir zu den günstigen Grundversorgern in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere Unternehmenstöchter betreiben den Stadtbusverkehr und das Freizeitbad. Auch in Zukunft werden wir nachhaltig agieren. Bei der Wärmeerzeugung richten wir den Fokus vor allem auf Reduktion von CO₂-Emissionen. Wir wollen den Bürgern zu fairen Preisen regionale Nähe, Service und ein attraktives Lebensumfeld bieten. Dafür übernehmen wir Verantwortung für Mensch, Region und Umwelt!

Jahresergebnis um 1,6 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro verbessert

Trotz enormer Herausforderungen durch die Corona-Pandemie können wir uns erneut über einen sehr guten Jahresabschluss freuen. Für 2020 steht in den Büchern ein positives Jahresergebnis von 4,8 Mio. Euro: 1,6 Mio. Euro mehr als im Vorjahr.

  • Aus dem erzielten Jahresüberschuss von 4,8 Mio. Euro verbleiben 4,3 Mio. Euro als Gewinnrücklage im Unternehmen, stärken die Wirtschaftskraft und ermöglichen so weitere Investitionen im Rahmen der Wärmestrategie. 0,5 Mio. Euro werden an den Gesellschafter, die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, überwiesen.
  • 2020 wurden insgesamt 16,3 Mio. Euro investiert. Mit 10,2 Mio. Euro entfällt der größte Teil dieser Summe auf den Bereich Erzeugung. Im Rahmen der Wärmestrategie wurden unter anderem der Gasmotor, die Abgasstrecke und der Kamin sowie die Power-to-Heat-Anlage des Blockheizkraftwerkes „Süd“ fertiggestellt.
  • Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme betragen 2,1 Mio. Euro für den Verkehrsbetrieb und 1,9 Mio. Euro für das Greifswalder Freizeitbad.

Corona-Pandemie bestimmte das Tagesgeschäft

Im Tagesgeschäft bestimmte die COVID-19-Pandemie das Geschäftsjahr 2020. Dabei rückten vor allem der Schutz der Beschäftigten, die Versorgungssicherheit und die Absicherung der vertrieblichen Prozesse in den Fokus. Durch die zahlreichen Verordnungen kam es zu starken Einschränkungen bei der Stadtwerke Greifswald GmbH (SWG) und auch bei Kunden und Dienstleistern. Infolge der getroffenen Maßnahmen kam es vor allem bei Gewerbekunden im Gastronomie- und Beherbergungssektor zu starken Einschnitten. Bisher haben diese zwar noch nicht zu erhöhten Zahlungsausfällen geführt, für die Zukunft sind sie aber nicht auszuschließen. Neben diesen Herausforderungen änderte sich auch das Arbeitsumfeld drastisch. So mussten neue Prozesse und Strukturen geschaffen werden, um die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsregeln umzusetzen, die Beschäftigten weitestgehend zu separieren und mobile Arbeit zu ermöglichen.

Organigramm der Stadtwerke Greifswald

Zu 100 Prozent kommunal

Seit 2016 sind die
Stadtwerke zu 100 Prozent
kommunal, ohne fremde
Beteiligung. So bleiben alle
Gewinne in der Region.

268 Mitarbeiter und
14 Auszubildende

All dies sind Menschen, die
hier arbeiten, hier leben und sich hier zu
Hause fühlen.

„TOP-Ausbildungsbetrieb“

Diese Auszeichnung
erhielten wir 2020 zum
6. Mal von der IHK
Neubrandenburg.

UNSERE KERNKOMPETENZEN


Zufriedenheit und Vertrauen unserer Kunden sind unser oberstes Gebot

Unsere Kunden mit ihren Ansprüchen stehen bei allen Aktivitäten im Vordergrund. Wir beraten und unterstützen sie bei allen Fragen zur Versorgung mit den Medien Strom, Gas, Trinkwasser und Fernwärme, im ÖPNV und im Freizeitbad. Weil uns die Zufriedenheit unserer Kunden so wichtig ist, haben wir uns zertifizieren lassen.


Umwelt- und Klimaschutz haben uns schon immer am Herzen gelegen

2020 haben wir beschlossen, das bestehende integrierte Managementsystem weiterzuentwickeln und an die aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die steigenden Erwartungen der interessierten Gruppen anzupassen. Der Stadtwerke-Unternehmensverbund steht für Klima- und Umweltschutz und möchte mit dem neuen Umweltmanagementsystem nicht nur die Arbeit transparent gestalten, sondern auch die interessierten Gruppen informieren und einbeziehen. Deshalb ist vorgesehen, von 2021 bis Mitte 2022 das bestehende Qualitäts- und Energiemanagementsystem zu einem Umweltmanagementsystem nach dem europäischen Standard EMAS weiterzuentwickeln. Das seit 2003 bestehende Zertifikat für das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 ist im Dezember 2020 planmäßig abgelaufen. Die für November 2020 geplanten externen Audits für Energie- und Informationssicherheitsmanagement konnten aufgrund der Corona-Pandemie erst im Mai 2021 erfolgreich absolviert werden.


Technisches Sicherheitsmanagement

Im Rahmen des Technischen Sicherheitsmanagements haben die im Jahr 2018 erworbenen Zertifikate der Fachverbände AGFW, DVGW und VDE FNN bis 2023 weiter Bestand.

Wir sind:

Gesellschaftliches und soziales Engagement

Ehrenamtliches Engagement für die Menschen in der Stadt und der Region finden wir wichtig und unterstützenswert. Deshalb stehen wir Vereinen, Initiativen oder sozialen Einrichtungen mit Rat und Tat, aber auch mit finanziellen Zuwendungen, zur Seite, wenn es etwa darum geht, Sportveranstaltungen zu organisieren oder kulturelle Projekte umzusetzen. Unsere Event-Module sind fester Bestandteil regelmäßiger Veranstaltungen für Kinder und Familien.

Unser Engagement

→ www.sw-greifswald.de/Unternehmen/Engagement

Sicherer Arbeitgeber mit Tarifgehalt

Die Stadtwerke Greifswald sind ein zukunftsorientierter Arbeitgeber, der tarifliche Vergütung (TVöD), zusätzliche
Alltagsversorgung und flexible Teilzeit- und Gleitzeitregelungen bietet. Die tarifliche Vergütung sowie betriebliche
Rahmenvereinbarungen helfen den bei uns Beschäftigten, Beruf und Privatleben optimal aufeinander abzustimmen.
Durch kontinuierliche fachliche Weiterbildungen werden sie in die Lage versetzt, mit den immer wieder neuen Anforderungen und Entwicklungen in ihrem Fach Schritt zu halten.
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement und hohe Arbeitsschutzstandards sind selbstverständlich.

Jobs mit Sinn für die Menschen

Unter unserem Dach gibt es vielfältige Themen und Herausforderungen: So erzeugen und verteilen wir Energie und Wärme, wir fördern Wasser und bereiten es auf – und wir gestalten nicht zuletzt die Energiewende mit anspruchsvollen Projekten mit. Dafür brauchen wir flexible, engagierte Menschen, die eigenständig arbeiten und Verantwortung übernehmen können. Im Gegenzug bieten wir ihnen sinnvolle Aufgaben, einen anerkannten Platz in der Arbeitswelt und gute Arbeitsbedingungen.

TOP-Ausbildungsbetrieb …

Bereits zum siebten Mal wurden wir von der IHK als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet. Ausgebildet werden bei uns Industriekaufleute, Elektroniker für Betriebstechnik, Fachinformatiker sowie Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik und Abwassertechnik. Im Freizeitbad absolvieren Azubis die Ausbildung zu Fachangestellten für Bäderbetriebe und im Verkehrsbetrieb sollen Fachkräfte im Fahrbetrieb ausgebildet werden. Außerdem bieten wir ein duales Studium zum B. Sc. Infrastruktursysteme an.

Den Erfolg machen die gut ausgebildeten Mitarbeiter ...

Kontinuierliche fachliche Weiterbildung befähigt alle, die bei uns arbeiten, den immer wieder neuen Anforderungen der Energiewirtschaft gerecht zu werden.

31 neue Mitarbeiter …

… wurden 2020 eingestellt, zum Beispiel im Rahmen von Altersnachfolgen oder als Teilzeitkräfte im Freizeitbad. Davon haben 6 zuvor ihre Ausbildung in der Unternehmensgruppe erfolgreich abgeschlossen.

15 schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Arbeitnehmer …

… sind bei den Stadtwerken beschäftigt.

44 Personen arbeiten bei uns in Teilzeit …

In der Regel wird eine Teilzeittätigkeit auf eigenen Wunsch ausgeübt, um den Anforderungen von Beruf und Familie besser genügen zu können.

Schnupperpraktika für Schüler und Studenten …

…Schülerpraktikanten wird die Möglichkeit gegeben, in das Unternehmen hineinzuschnuppern und auszuprobieren, ob eine Ausbildung bei den Stadtwerken Greifswald der richtige Weg für sie sein könnte. Soweit es möglich ist, werden studentische Praktika oder die Anfertigung von Diplom-, Bachelor-, bzw. Masterarbeiten unterstützt.

Unsere Strategie

Die Stadtwerke Greifswald bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Ökologie und Ökonomie und setzen dabei auf Effizienz und Wachstum. Es gilt, die Herausforderungen auf dem Energiemarkt zu bewältigen und wettbewerbsfähig zu bleiben, zugleich aber auch die Energiewende aktiv regional mitzugestalten.

Masterplan: 100 % Klimaschutz …
Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (UHGW) hat sich im 2017 erstellten „Masterplan 100 % Klimaschutz“ das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 95 % gegenüber dem Wert von 1990 zu reduzieren und gleichzeitig den Energieverbrauch zu halbieren. Die lokale Wärmeversorgung muss langfristig klimaneutral werden. Der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung soll steigen. Ziel ist es, die dabei anfallenden die CO₂-Emissionen noch weiter zu reduzieren und zugleich den Primärenergiefaktor zu verbessern.

Wir folgen mit der Umsetzung unserer Wärmestrategie konsequent den energiepolitischen Zielen der UHGW, die im Masterplan und dem Klimaschutzbündnis vereinbart worden sind. Dabei setzen wir verstärkt auf den Einsatz erneuerbarer Energien. Konkret ist geplant, bis zum Jahr 2024 zwei innovative Systeme zur Kraft-Wärme-Kopplung(KWK) auf der Grundlage von Solarthermie und Großwärmepumpen in Betrieb zu nehmen, die bestehenden KWK-Anlagen durch noch effizientere Erzeuger zu ersetzen und CO₂-neutrales Bioerdgas zur Strom und Wärmeerzeugung zu verwenden. Zudem schafft die Wärmestrategie die Voraussetzungen für den Einsatz zukunftsfähiger Energieträger, beispielsweise „grünem“ Wasserstoff.


Die Strategie der SWG ist ausgerichtet auf:

Klimaschutz Logo

KLIMASCHUTZ – EIN KERNELEMENT
UNSERER FIRMENPHILOSOPHIE

Wir sind Mitglied im Klimaschutzbündnis Greifswald und stellen uns den im „Masterplan -100 % Klimaschutz“ verankerten Aufgaben, die unsere Handlungsfelder betreffen:

Fernwärme ist Klimaschutz

Bereits seit Jahrzehnten wird ein Großteil der Stadt über ein Fernwärmenetz versorgt. Durch die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen wird sowohl der Strom als auch die im Verbrennungsprozess anfallende Wärme genutzt, so dass der Brennstoffnutzungsgrad im Vergleich zu Kraftwerken ohne Abwärmenutzung deutlich erhöht ist. Allein dadurch werden beträchtliche Mengen an Brennstoff und demzufolge CO₂-Emissionen eingespart. In einem kontinuierlichen Prozess arbeiten wir daran, unsere Emissionen zu verringern. Schon 2017 haben wir Maßnahmen zur Fernwärmeversorgung in unserer umfassenden „Wärmestrategie“ zusammengestellt; diese Pläne sind immer noch Grundlage unserer Arbeit.

Wärmestrategie

→ www.sw-greifswald.de/Energie/Erzeugung

All diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Dekarbonisierung der Fernwärme weiter voranzutreiben. Der Erfolg lässt sich am sogenannten Primärenergiefaktor (PEF) ablesen, der möglichst gering sein sollte. Der PEF gibt an, wie viel Energie nötig ist, um den reinen Wärmebedarf eines Gebäudes zu decken. Dabei wird auch die Energie, die für vorgelagerte Prozesse wie Gewinnung, Umwandlung, Speicherung und Verteilung benötigt wird, berücksichtigt. Den Stadtwerken Greifswald wurde im Dezember 2020 ein Primärenergiefaktor von 0,28 zertifiziert – im deutschlandweiten Vergleich gehören wir damit zu den Besten.

Den größten Beitrag zur Verbesserung des PEF lieferte die Umstellung des BHKW „Jungfernwiese“ auf den Betrieb mit Bioerdgas zum 1. Januar 2021. Das Gebäudeenergiegesetz, das am 1. November 2020 in Kraft trat, fordert bei der Gebäudeerrichtung eine Nutzung von erneuerbaren Energien zur anteiligen Deckung des Wärmebedarfs (§ 10 Abs. 2 Nr.3). Diese Vorgabe wird durch die energieeffiziente Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Greifswald vollständig erfüllt. Der CO₂-Emissionswert für die Fernwärme kann aufgrund des effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsprozesses auf (Bio-) Erdgasbasis und der damit einhergehenden Verdrängung von Kohlekraftwerken mit 0 g CO₂ je Kilowattstunde Fernwärme angegeben werden, da im Stromsektor mehr CO₂-Emissionen eingespart werden als bei der Fernwärmeversorgung anfallen.

Klimaschutz Logo

Ökostrom mit OK-Power-Gütesiegel

Ab 2021 versorgen die Stadtwerke Greifswald alle Privat- und Gewerbekunden in Standardtarifverträgen mit zertifiziertem Ökostrom. Dadurch werden rund 16.200 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.

Für die Umwelt und zur Erhöhung der Lebensqualität der Menschen sind moderne Mobilitätskonzepte essenziell. Wir setzen auf Erdgas- und Elektromobilität.

Unsere Busflotte fährt mit Bioerdgas.

13 der 18 Busse der Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH fahren mit Bio-Erdgas. Sie sind weitgehend ohne Staub- und Geruchsbelästigungen unterwegs. Für jeden Dieselbus, der durch einen mit Bioerdgas betriebenen Bus ersetzt wird, sinken die CO₂-Emissionen um rund 54 Tonnen pro Jahr, was einer CO₂-Einsparung von rund 80 % entspricht. Unser Fuhrpark ist bereits zu einem Drittel elektrisch oder mit Erdgas unterwegs, Tendenz steigend. Im Stadtgebiet betreiben wir fünf Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie zwei Erdgastankstellen.

Energieerzeugung bei den Stadtwerken Greifswald

Der Greifswalder Weg
ist die Strom- und Wärmeerzeugung mit innovativen
Kraft-Wärme-Kopplungssystemen.

Energieerzeugung

28,225 MW

Elektrische Leistung

166,7 MW

Thermische Leistung, davon 40,7 MW in KWK

132.261 MWh

Stromerzeugung KWK-Strom

11.120 MWh

Nutzbare Stromabgabe Windstrom

209.620 kWh

Stromerzeugung Photovoltaik

2020 entstand das neue iBHKW-Gebäude inklusive des BHKW „Süd“. Trotz Einschränkungen durch die Pandemie wurde die KWK-Anlage Ende Dezember in den Dauerbetrieb überführt. Neben dem BHKW „Süd“ wurden weitere wesentliche Bestandteile des iKWK-System installiert. Dazu zählen die Power-to-Heat-Anlage (Elektroheizkessel), aber auch gemeinsame Betriebsanlagen wie die Schmierölver- und -entsorgung, die Elektro- und Leittechnik, die Abgas-SCR-Anlage zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen sowie die Medienanbindung.

Per EU-Ausschreibungsverfahren wurde das Los Solarthermieanlage als wesentlicher Bestandteil des innovativen KWK-Systems für die regenerative Wärmeerzeugung beauftragt. Hierbei handelt es sich um die bis dato größte derartige Anlage in Deutschland auf Basis von Vakuum-Röhren-Kollektoren. Zudem beschloss die Bürgerschaft der UHGW den für die Implementierung der Solarthermieanlage erforderlichen Flächennutzungs- und Bebauungsplan 8 sowie die darin verankerten Ausgleichs- bzw. Kompensationsmaßnahmen.

Im Fokus des Geschäftsjahres stand die weitere Dekarbonisierung der Fernwärme unter Berücksichtigung der KWK-/EEG-Fördermöglichkeiten. Im Ergebnis wurden zur Fortsetzung der 2. Ausbaustufe der Wärmestrategie folgende wesentliche Maßnahmen beschlossen, die es schrittweise bis zum Jahr 2024 umzusetzen gilt:

  • EEG-Umwidmung des BHKW „Jungfernwiese“ ab 1.1.2021 auf 100 % Bioerdgas;
  • ein weiteres iKWK-System, bestehend aus dem BHKW „Boddenluft“, P2H (anteilig) und einer Großwärmepumpe;
  • Modernisierung einer Gasturbinenanlage, um sie für den Einsatz zukunftsträchtiger Energieträger wie Wasserstoff vorzubereiten.


WASSERGEWINNUNG

„Wir können auch Lebensmittel“
Unser vorwiegend aus den Wasserwerken Groß Schönwalde und Hohenmühl kommendes Trinkwasser wird regelmäßig entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und stellt seine gleichbleibend ausgezeichnete Qualität regelmäßig unter Beweis. Es ist naturbelassen und ohne Zusätze. Das Trinkwasser wird aus bis zu 50 Metern Tiefe gefördert – es ist rein und natürlich.

Nennenswerte operative Tätigkeiten im Geschäftsjahr:

  • Inbetriebnahme eines neuen Brunnens sowie Bohrung eines weiteren in der Wasserfassung Hanshagen,
  • geoelektrische Messungen für einen Brunnenneubau in der Wasserfassung Koitenhagen,
  • Inbetriebnahme der Sauerstoff-Dosieranlage im Wasserwerk Groß Schönwalde.
  • Die Arbeiten zu den Objektschutzmaßnahmen sind grundlegend abgeschlossen (Umzäunung, Videoüberwachung).
  • Die Planung für den neuen Trinkwasserspeicher im Wasserwerk Gützkow ist bis zur Ausschreibung und Vergabe der Leistungen abgeschlossen, die Baugenehmigung wurde bereits erteilt. Die Realisierung des Projekts soll im Jahr 2021 abgeschlossen sein.

Versorgungssicherheit bedeutet auch
ständige Investitionen in Erhalt und
Ausbau der Infrastruktur.

Netzwirtschaft

Strom

279 Kilometer

Mittelspannungsnetz

9.534 Hausanschlüsse

in Niederspannung

50 Hausanschlüsse

in Mittelspannung

597 Kilometer

Niederspannungsnetz

38 MW

Spitzenwert bei der Verfügbarkeit
unseren gesamten Stromnetzes

Hauptschwerpunkte der Investitionstätigkeiten lagen beim Ersatzneubau und der Verdichtung des Verteilnetzes sowie der Netzverknüpfung von dezentralen Erzeugungsanlagen, die 2020 einen Höchststand erreicht haben, der weiter anhalten wird.

Vier Photovoltaik-Anlagen – jeweils mit einer Nennleistung zwischen 300 bis 750 kW gemäß Standard-Normbedingungen – wurden an das Netz angeschlossen. Dazu kamen weitere Anlagen aus dem privaten Umfeld, auch kombiniert mit der Installation von E-Ladesäulen. Soweit eine Netzanschlussverdichtung die technischen Erfordernisse abdecken kann, wird diese Vorzugsvariante für die Netzverknüpfung auch angewendet. Für die nächsten Jahre ist insbesondere im privat geprägten Wohnumfeld eine umfängliche Netzverdichtung abzusehen. Im Bereich Eldena werden erste Vorhaben bereits realisiert.

Die in kompakter Containerbauweise gestaltete Netzersatzversorgung für die Liegenschaft Gützkower Landstraße 19–21 und die Elektro-Anschlussanlage wurden fertiggestellt. Mit einem realen „Black-out“-Test wurde die Wirksamkeit nachgewiesen; die ursprüngliche Zielstellung wurde demnach erreicht.


Gas und Wasser

Damit die Stadtwerke profitabel wirtschaften können, sind Effizienzsteigerungen in der Netzwirtschaft unabdingbar. Neben internen Prozessverbesserungen trägt dabei auch Insourcing als vertikale Integration bestimmter Funktionen zu einer Ausweitung der Wertschöpfung bei. Der Zusammenschluss der Netzbetriebe Gas und Wasser im September 2019 ermöglicht es uns, mehr Kontrolle über die Prozesse zu gewinnen und unsere Mitarbeiterpotentiale besser auszulasten.

Zertifiziert…

Der DVGW e.V. hat auch dem zusammengeführten Netzbetrieb Gas-Wasser eine gültige Bestätigung zum geprüften Technischen Sicherheitsmanagement (TSM) zukommen lassen und somit die Funktionalität der Aufbau- und Ablauforganisation festgestellt.

Die wesentlichen Investitionsschwerpunkte für 2020 waren:

Erdgas

350 Kilometer

Leitungsnetz,

davon 108 Kilometer

Hausanschlussleitungen

6.092 (aktive)

Ausspeisepunkte

Konzessionsgebiete Gas der Stadtwerke Greifswald

Zum Gasnetz gehören die Gasverteilernetze der Städte Greifswald und Grimmen.

Entwicklung der Gasversorgungsnetze

Die Gaswirtschaft konnte bei der räumlichen Erschließung von Neubaugebieten – insbesondere in den städtischen Randgebieten – ihre wirtschaftlichen Vorteile in der preisgünstigen Streckenverlegung und der Netzanschlussherstellung abbilden.

Wasser

442 Kilometer

Netzlänge

davon 143 Kilometer

Hausanschlussleitungen

7.475

Abnahmestellen

210

Wasserzählschächte

Bedarfsgerechte Verteilung von Trinkwasser

Die Verteilung des Trinkwassers erfolgt nach dem aktuellen Stand des technischen Regelwerkes. Sie sichert die bedarfsgerechte Versorgung aller Haushalte und Gewerbebetriebe in Greifswald und Gützkow mit bestem Trinkwasser.

Fernwärme

94 Kilometer

Leitungsnetz

1.235

Hausanschlussstationen

24.321

angeschlossene Wohneinheiten

Fernwärme wird umweltbewusst mittels Kraft-Wärme-Kopplung produziert …

… und ist gemäß dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz/Gebäudeenergiegesetz regenerativen Energien gleichgestellt.

81 Prozent KWK-Anteil über alle Netze …

Die Fernwärmekunden der UHGW wurden auch 2020 bedarfsgerecht, umweltfreundlich und zuverlässig mit Warmwasser und Heizungswärme versorgt. Der KWK-Anteil über alle Netze beträgt knapp 81 %.

Weiterhin viele Neuanschlüsse an die Fernwärme …

Projekte der Erschließung und des Anschlusses im Rahmen von Nahverdichtungsmaßnahmen, insbesondere in der Südstadt und in der Fleischervorstadt, haben das Neubaugeschehen geprägt.

Messstellenbetrieb


Bedingt durch die Corona-Pandemie fand 2020 der Zählerplantausch unter erschwerten Bedingungen statt. Im Juni 2020 wurde ein eingesetzter Zählertyp durch den Hersteller zurückgerufen. Umgehend wurde mit dem Austausch aller defekten Zähler begonnen; das Vorgehen wurde mit den Eichbehörden abgestimmt. Die noch im Netz vorhandenen alten Zähler werden 2021 ausgetauscht.


Derzeit wird der durch das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) vorgeschriebene Wechsel ...

... zu digitalen Messeinrichtungen – der sogenannte Rollout der modernen Messeinrichtungen (mME) – vorgenommen. Seit Inkrafttreten des Gesetzes wurden etwa 11.000 der ca. 42.000 Messstellen im Stromnetz der Stadtwerke umgerüstet.

Die im Jahr 2017 für 2019 angekündigte Markteinführung intelligenter Messsysteme, ...

... deren Einbau durch das Messstellenbetriebsgesetz für Messstellen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh gesetzlich vorgeschrieben ist, musste aufgrund technischer Probleme verschoben werden. Die Verzögerung kam durch die fehlende Freigabe durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zustande. Am 31. Januar 2020 hat das BSI die Marktanalyse aktualisiert und die „Allgemeinverfügung zur Feststellung der technischen Möglichkeit zum Einbau intelligenter Messsysteme“ veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt ist die durch das MsbG geforderte Mindesteinbauquote von 10 Prozent binnen drei Jahren sicherzustellen. Die Möglichkeit beschränkt sich derzeit noch auf einige Verbrauchsgruppen und wurde bisher nicht vollumfänglich festgestellt.

Seit dem 17.12.2020 ist die Stadtwerke Greifswald GmbH für den Einsatz ...

... von SmartMeterGateways zugelassen. Die ersten Geräte werden voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2021 im Netz verbaut.

Treue Kunden und maßgeschneidertes
Portfoliomanagement sind wesentliche
Faktoren unseres Geschäftserfolgs.

Energiehandel

Wir wollen stets preiswerte und ökologisch wertvolle Energieprodukte für den Raum Vorpommern-Greifswald und die angrenzenden Gebiete entwickeln und anbieten. Dazu arbeiten unser Portfoliomanagement (Börsenhandel mit Strom, Gas und Emissionszertifikaten), unser Privatkunden- und Gewerbekundenvertrieb sowie unsere Marketingabteilung eng zusammen.

  • Angebot lokal erzeugter Produkte in Bereichen Strom, Wärme und Wasser
  • Ergänzung mit Produkten im Bereich Gas, Elektromobilität und Heizkostenabrechnung
  • Gewerbe- und Großkunden kommen in den Genuss einer persönlichen Betreuung
  • Unser gezieltes Marketing und Eventmanagement unterstützt unsere Vertriebsaktivitäten

Die Kundenentwicklung ist im Stromvertrieb positiv …

... Während im eigenen Netzgebiet die Kundenanzahl nahezu konstant blieb (-0,3 %), stieg diese in fremden Netzen an (+2,6 %). Erfreulich ist, dass dies sowohl auf die Anzahl der Haushaltskunden als auch auf die Kunden im Gewerbevertrieb zutrifft. Insgesamt stieg die Anzahl an Stromkunden gegenüber dem Vorjahr um 0,4 %. Zum 31.12.2020 haben die SWG den höchsten Stromkundenbestand seit Bestehen des Unternehmens. Neukundenkampagnen im Erdgasvertrieb erzielten Kundenzuwächse im Regionalvertrieb … Der guten Entwicklung im Regionalvertrieb (+ 3,0%) steht ein Rückgang im Netzgebiet Greifswald (-1,5 %) gegenüber. In Summe blieb die Kundenanzahl nahezu konstant (-0,3 %).

Faire Energiepreise …

... Wir gestalten unsere Energiepreise für alle Seiten fair. Deshalb passen wir die Preise an, wenn unsere Kosten steigen, und wir senken unsere Preise, wenn sich unsere Kosten verringern. Gestiegene Strombeschaffungskosten, Umlagen und Netzentgelte zum 1. Januar 2020 führten zu einer Erhöhung der Arbeits- und Grundpreise aller Stromtarife – sowohl im eigenen als auch in fremden Netzen. Die Gaspreise konnten dagegen stabil gehalten werden.

Konstante Wasserpreise …

... Der Wasserpreis hat sich auch im Jahr 2020 nicht verändert und ist somit nun schon seit 15 Jahren stabil.

Eine Kauffrau bei den Stadtwerken

Wir kümmern uns persönlich um
Ihre Anliegen – oder vermitteln Ihnen
den richtigen Ansprechpartner.

Kaufmännischer Bereich

212

Wohnsitz- oder Babyboni

51.730

Ausgangsrechnungen

33.622

Empfangene Anrufe über die Kundenhotline

10

Beiräte im Kundenbeirat

Nah und persönlich – unser Kundenzentrum


Ganz gleich, ob es um eine Rechnungsauskunft, um einen neuen Hausanschluss, um die richtige Wahl des passenden Vertrages oder um Energiespartipps und Förderprogramme geht – in unserem Kundenzentrum werden Sie montags bis freitags während der Öffnungszeiten persönlich betreut. Im Online-Kundenportal können alle Kunden der Stadtwerke ihre für die Verbrauchsabrechnung hinterlegten Daten einsehen und selbst ändern. Seit November 2019 haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Rechnungen ausschließlich über unser Online-Portal abzurufen.


Unsere IT-Abteilung verbindet
tiefe Sachkenntnis über die Energiewirtschaft mit
breit aufgestelltem Wissen um verfügbare
Technologien und Lösungen.

Informationstechnik (IT)

300

vernetzte Arbeitsplätze

100TB (Terrabyte)

Speicher

100

verschiedene Anwendungssysteme

170

physische bzw. virtualisiserte Serversysteme

Wir sind vor Ort – so wie auch unsere IT-Systeme


Daten und digitale Informationen sind Unternehmenswerte, mit denen wir sorgsam umgehen und die wir bestmöglich schützen. Datenschutz, IT-Sicherheit und Digitalisierung unserer Kernprozesse sind weiterhin strategische Aufgaben.



Die IT der Stadtwerke ist zuständig für:

  • über 300 vernetzte Arbeitsplätze, ca. 170 physische bzw. virtualisierte Server, ca. 100 TB (Terabyte) gespeicherte Daten;
  • über 100 verschiedene Anwendungssysteme – von Office- und Basisdiensten bis zu komplexen Anwendungen für die Kernprozesse, z. B.
    • Vertragsabrechnung für Strom, Gas, Wasser, Fernwärme etc.,
    • Rechnungswesen, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Archivsystem,
    • Energiedatenmanagement-System für die Speicherung und Verarbeitung von Messdaten aus Zählern mit Lastgangmessung,
    • Geographische Informationssysteme (GIS) für Leitungsdokumentation, Leitungsauskunft, Bauplanungen etc.;
  • das Informations- und Kommunikationsnetz zur Betriebsführung, Steuerung und Überwachung von ca. 300 Fernwärmestationen, 30 Trafostationen, diverse Schaltstationen sowie die Wasserwerke und das Freizeitbad. Erweitert wurde und wird das Kommunikationsnetz mit digitalem Datenfunk und modernen Funktechnologien zur Steuerung von Photovoltaik-Anlagen, zum Auslesen spezieller Lastgangzähler, für den betriebsinternen Sprechfunk sowie zur Messwerterfassung und -verteilung im Bereich des Submetering (z. B. Wärmemengen und Rauchwarnmelder).


STADTWERKE GREIFSWALD INNOVATIONGESELLSCHAFT GMBH

Gegenstand der Stadtwerke Greifswald Innovationsgesellschaft mbH (SWIG) sind die Erzeugung, die Verteilung und der Verkauf von Energie und energienahen Dienstleistungen. Zum 1.8.2017 wurde die Fernwärme Greifswald GmbH in Stadtwerke Greifswald Innovationsgesellschaft mbH umbenannt. Nach der Verschmelzung der leitungsgebundenen Sparten sowie der Energieerzeugung und der Grimmener Stadtwerke mit der Stadtwerke Greifswald GmbH im Jahr 2017 blieb die SWIG weiter in ihrer rechtlichen Form bestehen. Mit Wirkung zum 31. August 2020 wurde Hans-Jürgen Blank als Geschäftsführer altersbedingt abberufen. Herr Thomas Prauße wurde zum neuen Geschäftsführer berufen.
Die SWIG ist derzeit eine personenlose Gesellschaft und hält die Beteiligungen an zwei Windparkgesellschaften (GmbH & Co. KG) und an der Enertrag SWG Windparkverwaltungsgesellschaft mbH mit jeweils 50 Prozent der Anteile. Diese haben einen Wert von 1,57 Mio. Euro und sind im Finanzanlagevermögen der SWIG verbucht.

Ein leistungsfähiger ÖPNV ist unverzichtbar für
das Funktionieren unseres Gemeinwesens,
er ist Bestandteil der Daseinsvorsorge!

Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH

967.000

Fahrplankilometer

68 Kilometer

Liniennetzlänge

1.977.733

beförderte Personen

18 Standardlinienbusse:

13 mit Bioerdgas sowie 5 mit Diesel betriebene Busse
(davon 3 Solo- und 2 Gelenkbusse)

Der ÖPNV sorgte auch während der Corona-Pandemie dafür, dass Tausende Beschäftigte ihre Arbeitsplätze erreichen und die Gesellschaft mobil bleibt. Der Stadtbusverkehr reagierte auf den Einbruch der Nachfrage. So wurden Fahrpläne zeitweise ausgedünnt, zusätzliche Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen ergriffen und die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung für die Fahrgäste umgesetzt. Das Fahrpersonal in den Bussen wurde auch schon vor dem Einbau von Infektionsschutzscheiben durch den Verzicht auf Vordereinstieg und Fahrkartenverkauf in den Fahrzeugen vor unmittelbarem Kundenkontakt geschützt.

Heute gilt es umso mehr, leistungsfähige Infrastrukturen zu schaffen, das Angebot bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, kundenorientierte Lösungen zu schaffen und die Geschäftsmodelle z. B. über Mobilitätsplattformen und den Abbau der Zugangshürden anzupassen, um kundenorientierte Lösungen zu schaffen. Das alles stellt die Verkehrsunternehmen vor tiefgreifende Herausforderungen, die nur mit Hilfe qualifizierter Mitarbeiter in allen Segmenten zu bewältigen sind. Um bessere Rahmenbedingungen für einen attraktiven ÖPNV zu schaffen, müssen Bund, Länder und Kommunen konsequent handeln und notwendige Entscheidungen treffen.

Der Nahverkehrsplan bildet die Rahmenplanung …

... dafür, in welcher Qualität wir den öffentlichen Personennahverkehr betreiben und wie häufig wir Busse auf bestimmten Linien fahren lassen können. Umgesetzt werden muss der Nahverkehrsplan innerhalb der zehnjährigen Laufzeit bis 2027. Die einzelnen konkreten Zielstellungen, Mindestvorgaben und Empfehlungen wurden daher – aufbauend auf den für den ersten gemeinsamen Nahverkehrsplan erforderlichen umfangreichen Analyse- und Prognoseteil – in einem Angebotskonzept (Quantität des ÖPNV) und einem Qualitätskonzept formuliert. Der ÖPNV bildet jedoch nur einen Teil des heutigen Mobilitätsgeschehens ab, so dass eine integrierte Betrachtung über den ÖPNV hinaus für die Zukunft erforderlich und sachgerecht ist.

Neue Software im Hintergrund – mehr Service für die Fahrgäste

…Die Umstellung auf neue Software liefert dem Verkehrsbetrieb Greifswald Lösungen für die Herausforderungen von heute und morgen. Integrierte Anwendungen zur Erstellung von Fahrplänen, Fahrzeugumläufen, Diensten und Turnussen gehören zu den zahlreichen Vorteilen des neuen Systems. Darüber hinaus wurde die WLAN-Funktion für die TFT-Bildschirme zur Fahrgastinformation in den Bussen erweitert, wodurch wir in Zukunft die Fahrgäste in den Fahrzeugen schnell und gezielt informieren können.

Fahrplanauskunft mit Echtzeitdaten …

... Zur Qualitätssteigerung im ÖPNV wird Software zur Fahrplanauskunft mit Echtzeitdaten eingesetzt. Der Verkehrsbetrieb Greifswald stellt seine Fahrplandaten über die branchenüblichen Schnittstellen der Datendrehscheibe im Land zur Verfügung, wo sie von der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) verwaltet werden. Hier können alle Interessenten stets die aktuellen Daten mit ihren Apps abrufen. Auf Fahrplanauskünfte für den Greifswalder Personennahverkehr kann man nun mittels Apps wie „Öffi“ oder den „DB-Navigator“ direkt vom Smartphone aus zugreifen.

Mehr Komfort durch das Dynamische Fahrgastinformationssystem (DFI) an 30 Haltestellen …

... Bessere Informationen für die Fahrgäste und mehr Transparenz im Stadtbusverkehr Greifswald – seit der Einführung des rechnergestützten Betriebsleitsystems ist die Fahrgastinformation an wichtigen Haltestellen im Stadtgebiet immer aktuell verfügbar. Über das sogenannte Dynamische Fahrgastinformationssystem (DFI) wird an vielen Haltestellen über die nächsten Busabfahrten informiert. Mittels GPS-Ortung wird ständig der genaue Standort der einzelnen Busse ermittelt und an die Leitstelle gemeldet. Von dort aus werden die Echtzeitdaten zum Fahrplan an die einzelnen DFI-Standorte weitergeleitet.

Gefördert über den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ …

... Der Verkehrsbetrieb Greifswald hatte schon seit 2012 an stark frequentierten Haltestellen und solchen, die als Umsteigehaltestellen von besonderer Bedeutung sind, den Ausbau der DFI-Standorte aus eigenen Mitteln realisiert. 2020 gewährte das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern über den „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ eine Projektförderung von 75 Prozent der Gesamtkosten von ca. 250.000 Euro. Dafür sollen 2021 zwölf weitere Haltestellen aufgewertet sowie eine Innenanzeige im Einkaufszentrum Elisenpark installiert werden.

Das Freizeitbad Greifswald ist immer
gut für Badespaß, Wellness und Fitness!

Schwimmbad und Anlagen Greifswald GmbH

Das Jahr 2020 startete mit zwei sehr guten Monaten. Die Anzahl der zahlenden Besucher erhöhte sich gegenüber dem Rekordjahr 2019 noch einmal deutlich um 14 %. Auch die Sauna verzeichnete weiterhin wachsende Besucherzahlen: Sie stiegen im Vergleich zu 2019 um 3,1 % und im Vergleich zu 2018 um 13,4 %.

Am 15. März 2020 wurde das Freizeitbad durch die Corona-Landesverordnung geschlossen. Die Mitarbeiter gingen ab dem 1. April 2020 in Kurzarbeit. Soweit klar war, dass die Schließung bis auf Weiteres verlängert werden müsste, wurde mit der Grundreinigung begonnen. Die lange Schließzeit sowie mehrere Rohrbrüche im Vorfeld führten zu umfangreichen und teilweise vorgezogenen Sanierungsarbeiten im kompletten Sanitärbereich. Dabei wurden die 22 Jahre alten Kupfer-Wasserleitungen großflächig ersetzt und ein funktionelles Design umgesetzt. Die Arbeiten wurden während der Öffnungszeit in der zweiten Jahreshälfte beendet. Das Freizeitbad konnte pünktlich zum Schulstart am 31. Juli 2020 wiedereröffnet werden. Im August besuchten 39 % weniger Gäste das Bad als im Jahr zuvor; im September waren es 21 % und im Oktober 24 % weniger als in den entsprechenden Monaten des Vorjahres. Am 2. November 2020 wurde das Freizeitbad erneut geschlossen – allerdings konnte es auch weiterhin für den Schulsport genutzt werden. Diese zweite Schließung hielt bis Mitte Juni 2021 an. Die Mitarbeiter gingen erneut in Kurzarbeit, die Anlagen wurden energiesparend eingestellt und Dienstleistungen abbestellt.



Entspanung im Wellnessbereich

BiG - Bildungzentrum in Greifswald GGmbH

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Greifswald GmbH als Hauptgesellschafter des BiG beschloss am 1. Februar 2019, das dauerdefizitäre Bildungsgeschäft der BiG – Bildungszentrum in Greifswald gGmbH zum 31. März 2020 einzustellen. Das BiG wird als personenlose Gesellschaft für gemeinnützige Tätigkeiten weitergeführt werden. Die Umsetzung der Beschlüsse stand im Mittelpunkt der Aktivitäten der Geschäftsleitung und der Belegschaft im Jahr 2019. Die im Jahr 2019 planmäßig endenden Maßnahmen und Projekte wurden bis zum 20. Dezember 2019 beendet und abgerechnet. Für alle über das Jahr 2019 hinausgehenden Maßnahmen und Projekte wurden Anschlusslösungen erarbeitet und umgesetzt. Dabei wurden unsere Auftraggeber, Kooperationspartner und nicht zuletzt die Auszubildenden intensiv und transparent eingebunden.