Erzeugung

Strom und Wärme
In unseren Kraftwerken werden Wärme und Strom umwelt- und ressourcenschonend durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzeugt. Als regelbare Größe kommt dem Verbund aus KWK und Wärmeverteilung sowie Wärmespeicherung ein hoher Stellenwert zu.  Erneuerbare Energien nutzen wir durch mehrere Photovoltaik- und Windkraftanlagen.

Der sehr günstige Primärenergiefaktor der Fernwärme wurde mit 0,28 zertifiziert und steht als Dokument zur Planungsgrundlage zur Verfügung.
Mehr zum Primärenergiefaktor.

Unsere Energieerzeugung wird bis 2035 zu 100 % regenerativ 

Erneuerbare Energien nutzen wir  durch den Einsatz von Biomethan, Solarthermie und Photovoltaik. Mit der vorhandenen Power-to-Heat-Anlage (Elektroheizkessel) steht bereits schon heute ein weiterer Wärmeerzeuger zur Verfügung, der sofern die regulatorischen Rahmenbedingungen gegeben sind, einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des EE-Wärmeanteils leisten kann. Wir prüfen weitere Nutzungspotenziale, bspw. durch industrielle Abwärme oder den Einsatz von Wasserstoff.  Wir befinden uns auf dem Transformationspfad der Wärmeerzeugung, entsprechend den Klimazielen der Stadt Greifswald, bis 2035 klimaneutral zu sein. 

Kohlendioxid-Reduktion im Masterplan der Stadt verankert
Die Stadtwerke Greifswald befindet sich wie die meisten anderen EVU´s Deutschlands in einem durch die Energiewende und Klimaschutz begründeten Transformationsprozess. Untermauert wird dieser Prozess u.a. durch die klimapolitischen Ziele unseres Gesellschafters, der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Im "Klimaschutzbündnis Greifswald" sowie in dem von der Bürgerschaft beschlossenen Masterplan verankert, geht es vorrangig um die CO2-Reduktion beim Verkehr, Wärmeerzeugung für Gebäude, Industrie und für die Haushalte. Für die Fernwärmeerzeugung, als eine der städtischen CO2-Hauptverursacher, haben die Stadtwerke Greifswald eine "Wärmestrategie " entwickelt, mit dem Ziel, CO2 zu reduzieren.
Es werden Maßnahmen verfolgt, die aus unserer Sicht ökologisch wertvoll und technisch machbar sowie wirtschaftlich sinnvoll sind. Die Wärmestrategie ist in mehrere Ausbaustufen innovativer KWK-Systeme (iKWK) gegliedert.

Unsere Wärmestrategie

Bereits seit Jahrzehnten wird ein Großteil der Stadt über ein Fernwärmenetz versorgt. Durch die KWK-Anlagen wird sowohl der Strom als auch die im Verbrennungsprozess anfallende Wärme genutzt, sodass der Brennstoffnutzungsgrad im Vergleich zu Kraftwerken ohne Abwärmenutzung deutlich erhöht ist. Allein dadurch werden beträchtliche Mengen an Brennstoff und demzufolge CO2-Emissionen eingespart. In einem kontinuierlichen Prozess arbeiten wir daran, unsere Emissionen zu verringern. So planen wir seit 2017 alle Maßnahmen der Fernwärmeversorgung in der umfassenden „Wärmestrategie“ und befinden uns inzwischen mitten in der Umsetzung.
Kontinuierlich Emissionen verringern
Bereits seit Jahrzehnten wird ein Großteil der Stadt über ein Fernwärmenetz versorgt. Durch die KWK-Anlagen wird sowohl der Strom als auch die im Verbrennungsprozess anfallende Wärme genutzt, sodass der Brennstoffnutzungsgrad im Vergleich zu Kraftwerken ohne Abwärmenutzung deutlich erhöht ist. Allein dadurch werden beträchtliche Mengen an Brennstoff und demzufolge CO2-Emissionen eingespart. In einem kontinuierlichen Prozess arbeiten wir daran, unsere Emissionen zu verringern. So planen wir seit 2017 alle Maßnahmen der Fernwärmeversorgung in der umfassenden „Wärmestrategie“ und befinden uns inzwischen mitten in der Umsetzung.
Seit 2021 steigt der Anteil regenerativ erzeugter Wärme
Bereits 2021 wurde das bestehende Blockheizkraftwerk „Jungfernwiese“ auf den Betrieb mit Biomethan umgestellt. Durch diese Anlage werden seitdem 15 Prozent der Fernwärme klimaneutral erzeugt und so rechnerisch über 5.000 Haushalte in Greifswald mit emissionsfreie Wärme versorgt.
Seit 2022 - das iKWK-System-Sonnenwärme und Solarthermieanlage deckt Wärmebedarf in den Sommermonaten
Bereits 2022 entstanden in der 1. Ausbaustufe der Wärmestrategie eine hocheffizienten KWK-Anlage,  das BHKW-Süd  und das innovative KWK-System-Sonnenwärme. Für das iKWK BHKW-Sonnenwärme  haben die Stadtwerke Greifswald eine bislang deutschlandweit größte Solarthermieanlage ihrer Bauart kombiniert. Diese Anlage liefert mit einem jährlichen Ertrag von ca. 8 Millionen Kilowattstunden CO2-freie Wärme für mehr als 1.000 Haushalte und deckt damit den Wärmebedarf während der Sommermonate. Zusätzlich wurde als dritte Komponente ein Elektrokessel (Power-to-Heat) mit einer thermischen Leistung von 5 MW errichtet, um so regionalen Überschussstrom aus Wind und PV-Anlagen in nutzbare Wärme umwandeln zu können.
Bis 2024 - Wärme wird zu ca. 35 % CO2-frei
2023 erfolgt die Umsetzung der 2. Ausbaustufe der Wärmestrategie. Zur Steigerung der Wärmeeffizienz werden 2 bestehende Gasturbinen gegen ein effizienteres Blockheizkraftwerk ersetzt, welches mit einer Großwärmepumpe kombiniert wird. Mit dem Bau dieses zweiten innovativen KWK -Systems-Boddenluft zählen die Stadtwerke Greifswald deutschlandweit zu den Vorreitern in der Realisierung innovativer KWK-Konzepte. Auch die Großwärmepumpe trägt mit einer jährlichen Wärmeerzeugung von bis zu 8 Millionen Kilowattstunden zur weiteren Dekarbonisierung der Fernwärme bei. Die Wärmepumpe ergänzt dabei optimal die Solarthermieanlage insbesondere in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst, d.h. wenn die solaren Erträge bereits etwas zurückgehen. Der restliche Wärmebedarf kann in dieser Zeit durch das Biomethan-BHKW „Jungfernwiese“ gedeckt werden, sodass die Stadtwerke Greifswald bereits ab 2024 von „Ostern bis Oktober“ klimaneutrale Wärme bereitstellen können. 

Parallel dazu wird ein neuer Wärmespeicher errichtet, welcher mit seinem 5.500 m³ umfassenden Speichervolumen dafür sorgt, bei geringem Wärmebedarf die volatile erneuerbare Wärme aufzunehmen und in sonnenarmen Zeiten wieder abzugeben. Der Wärmespeicher bildet damit das Bindeglied zwischen Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch. 

Umstellung auf Biomethan im BHKW-Kapaunenstraße
Zur weiteren Minimierung des CO2-Ausstoßes wird ab 2024 die BHKW-Anlage-Kapaunenstraße in der Altstadt ebenso auf den Betrieb mit regionalem Biomethan umgestellt. Somit beträgt der Anteil der erneuerbaren Fernwärmeerzeugung ab 2024 bereits ca. ein Drittel der gesamten Fernwärmeerzeugung. 
Darüber hinaus wird 2024 die verbliebene Gasturbine modernisiert und durch eine effizientere Gasturbine ersetzt, welche dann wasserstoff-ready ausgerüstet wird. 
Ausblick - Wärmewende mit Wasserstoff
Der Wasserstoff-Hochlauf wird die Energiewelt von morgen nachhaltig verändern. Die Stadtwerke Greifswald sehen hierbei insbesondere für die bei der Wasserstoffproduktion entstehende Abwärme großes Potential zur Nutzung als CO2-freie Fernwärmequelle.  Geplant ist, bereits ab 2026 diese entstehende klimaneutrale Abwärme aus Wasserstoff ins Greifswalder Fernwärmenetz zu integrieren und den Anteil bis 2035 schrittweise zu erhöhen.  
Darüber hinaus führen die Stadtwerke Greifswald bereits erste Gespräche zur Kooperation mit potentiellen Lieferanten industrieller Abwärme aus der Aufbereitung biogener Pflanzenstoffe. Allein durch diese Abwärme, welche zu 100 % aus erneuerbaren Quellen stammt, könnten rechnerisch bis zu 3.000 Haushalte in Greifswald mit klimaneutraler Wärme versorgt werden. 
Mit dem vielfältigen Mix an regenerativen Wärmequellen aus Solarthermie, Großwärmepumpen, Biomethan, Power-to-Heat, Wasserstoff und regenerativer Abwärme sehen sich die Stadtwerke Greifswald gut gerüstet, um die Hansestadt bis 2035 zu 100 % mit klimaneutraler Fernwärme zu versorgen und auf sämtliche Szenarien der voranschreitenden Wärmewende reagieren zu können.
Die Stadtwerke Greifswald sehen damit ihre seit 2018 fortschreitende Wärmestrategie zum Ausbau der Fernwärme bei gleichzeitiger Dekarbonisierung als bestätigt und werden an diese weiter anknüpfen – für Mensch, Region und Umwelt. 

Primärenergiefaktor mit 0,28 zertifiziert!


Stadtwerke Greifswald
Gützkower Landstraße 19–21, 17489 Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern
Telefon: 0800 53-21150

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